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Wir distanzieren uns jedoch vom illegalen Konsum, Anbau oder Handel mit Cannabis. Insbesondere in Deutschland ist der Besitz, Anbau & Handel mit Cannabis oder Cannabis-Samen verboten und strafbar.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Auf zur Hanfparade 2010


Wieso man am 7.August in Berlin sein sollte....

Die 14. Hanfparade steht vor der Tür. Steffen Geyer hat ein das Orga-Team gefragt, wieso sie am 7.August ab 13.00 am Alexanderplatz für die Legalisierung demonstrieren werden:

hier der Link zum Video: hier klicken

Quelle: www.hanfjournal.de

Medizinisches Marihuana jetzt auch in Washington legal


Medizinisches Marihuana ist seit gestern auf dem Stadtgebiet von Washington D.C. legal, wie der "DC-Wire" in seiner gestrigen online Ausgabe gemeldet hat.
Der Meldung zufolge haben sich die letzten Abgeordneten, die ein Veto-Recht hatten, entschieden, von diesem keinen Gebrauch zu machen. So soll es zukünftig acht Abgabestellen für Medizinisches Marihuana auf dem Stadtgebiet der Bundeshauptstadt geben, im Gegensatz zu anderen US-Bundesstaaten werden die Patienten jedoch nicht die Möglichkeit erhalten, ihre Medizin selbst zu züchten.
Bis die Regelung in Kraft tritt gilt es jedoch, noch einige bürokratische Hindernisse zu überwinden und so rechnen die US- Bundeshaupstädter damit, dass erst gegen Ende des Jahres die erste "Medical Dispensary" ihre Pforten öffnen wird.

Quelle: www.hanfjournal.de

Dienstag, 27. Juli 2010

NL: Coffeeshop-Tourismus in Gefahr?

Rheinländer raus? Coffeshops in Grenznähe dürfen das bald.....

Urteil sorgt für Unklarheiten

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass niederländische Coffeeshops nicht gegen Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen, wenn sie Kunden aus anderen EU-Staaten nicht mehr bedienen. Einige grenznahe Gemeinden an der belgischen und der deutschen Grenze wollen ein Modellprojekt starten, das die Coffeeshops auf ihrem Stadtgebiet verpflichtet, THC-haltige Hanfprodukte nur noch an in den Niederlanden gemeldete Personen abzugenen. Hanf sei nicht mit anderen Gütern zu vergleichen und deshalb ließen sich hier nicht die gleichen Parameter anwenden, die für andere Waren gelten.
Allerdings ist diese Regelung nur als Pilotprojekt in einigen grenznahen Gemeinden geplant.
Einige Zeitungen haben vorschnell gemeldet, Ausländer könnten gar kein Weed mehr in den Niederlanden kaufen, so titelte die Welt: "Unsere Kiffer müssen draußen bleiben"

Das stimmt so nicht, denn diese Regelung gilt nur dann, wenn die zuständige Gemeinde darauf besteht, was bisher nur in den erwähnten Grenzregionen zur Disposition steht. Amsterdamer, Utrechter oder Rotterdamer Coffeeshops sind von der Regelung nicht betroffen, da die dortigen Stadtmütter und -väter nichts gegen Coffeeshop-Touristen einzuwenden haben. Im Gegenteil.

Quelle: www.hanfjournal.de

Cannabis-Spray in GB zugelassen


Sativex Vorgänger (USA 1906)

Bayer braucht Profite: Macht die Bundesregierung jetzt den Weg für Fertigpräparate aus der Cannabispflanze frei?

Ein Schelm wer Böses dabei denkt: Sativex, ein Mundspray aus natürlichem Cannabis, wurde Anfang des Monats in Großbritannien und Spanien zugelassen.
Die Entwicklerfirma GW-Pharmaceutics, eine Bayer-Tochter, stellt das Medikament aus Cannabisblüten her, die an einem geheimen Ort auf der britischen Insel angebaut werden.
Zeitgleich erwägt die Bundesregierung, Fertigarzneien aus Cannabisextrakt verkehrs- sowie verschreibungsfähig zu machen.
Jahrelang wurde diese Forderung vehement abgelehnt, kam sie doch von Patientenvereinigungen oder und anderen finanzschwachen Gruppen und Interessensvereinigungen ohne oder mit zu kleiner Lobby.
Ein Weltkonzern findet andere Mittel und Wege, die eigenen Interessen durchzusetzen und jetzt scheint es, als mache die Bundesregierung nun endlich Ernst.
Natürliches Cannabiskraut fiele selbstverständlich nicht unter diese Regelung, selbst wenn es wie in den Niederlanden so gezüchtet wird, dass es mit einen standartisierten Fertigpräperat vergleichbar ist, jedoch weitaus kostengünstiger.

Quelle: www.hanfjournal.de

Montag, 26. Juli 2010

Polizei: Größter Drogenfund im Südwesten

Freitag, 23. Juli 2010, 15:48 Uhr

Tuttlingen (dpa/lsw) - Sechs Kilogramm Heroin hat die Polizei in Trossingen (Kreis Tuttlingen) sichergestellt. Es sei der landesweit größte Drogenfund in diesem Jahr, teilte die Polizei am Freitag in Tuttlingen mit. Beim illegalen Straßenverkauf hätte das Heroin je nach Streckung bis zu zwei Millionen Euro einbringen können. Ein 22- jähriger Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft. Bei der Durchsuchung der Wohnung des jungen Mannes entdeckten die Beamten auch 400 Gramm Marihuana. Die Ermittler vermuteten, dass er mit fünf Männern zusammengearbeitet hat, die vom Landgericht Rottweil wegen Rauschgifthandels bereits zu Haftstrafen verurteilt worden sind.

Quelle: www.bild.de

Erfolg für Hanfbauer Bernard Rappaz

Bernard Rappaz

Der Schweizer Hanfbauer Bernard Rappaz aus Saxon im Kanton Wallis ist nicht nur ein Hanfpionier in der Schweiz, sondern auch ein Meister in der Fähigkeit, die helvetische Justiz und Strafvollzugsbehörden in Bedrängnis zu bringen. Verschärfung der Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten rückgängig machen.

Autor: Hans Cousto

Mit seinem Hungerstreik hat er inzwischen sein Ziel erreicht, dass er seine Strafe vorläufig unter strengen Bedingungen an seinem Wohnsitz verbüßen darf. Nach diesem Zugeständnis der Behörden hat Rappaz seinen Hungerstreick abgebrochen.

Vorerst bleibt Rappaz im Berner Inselspital, bis die Ärzte entscheiden, dass er gesundheitlich in der Lage ist, seinen Hausarrest anzutreten. Dieser ist an Auflagen geknüpft:

Hausarrest von Rappaz unterliegt folgenden Bedingungen:

1. Ständige Überwachung rund um die Uhr.

2. Täglicher Spaziergang von höchstens einer Stunde in einem eingeschränkten Umkreis.

3. Wöchentlicher Besuch ausschließlich von seinen Angehörigen während maximal 90 Minuten.

4. Begleiteter Besuch zu seinem behandelnden Arzt.

Wie die Walliser Regierungsrätin Esther Waeber-Kalbermatten (Vorsteherin des Departements für Sicherheit, Sozialwesen und Integration) gegenüber dem Schweizer Fernsehen sagte, hätte sie weder im Berner Inselspital noch sonst wo einen Arzt gefunden, der Rappaz zwangsernährt hätte. Sie hätte keine andere Wahl gehabt, sagt sie.

Das Bundesgericht in Lausanne hatte vergangene Woche die Walliser Behörden beauftragt, das Leben und die körperliche Integrität des Hanfbauern mit allen erforderlichen Mitteln zu schützen. Dazu wurden seitens des Sicherheitsdepartements des Kantons Wallis verschiedene Maßnahmen getroffen – darunter auch die Verlegung von Bernard Rappaz aus dem Klinikum der Universität Genf in das Berner Inselspital und die Anordnung einer Zwangsernährung vor dem Koma. Die Ärzte des Inselspitals widersetzten sich jedoch gegen diese Anordnung. Deshalb genügten diese Maßnahmen nicht, vermeldeten die Walliser Behörden am Mittwoch, 21. Juli 2010. Die Walliser Behörden erklärten: »Die Ärzte von Bern stehen nicht unter dem Befehl des Departements und verweigern prinzipiell eine zwangsweise Ernährung.« Rappaz hatte in einer Patientenverfügung bestimmt, dass er in keinem Fall eine Zwangsernährung akzeptiere. Ärzte müssen sich in einem solchen Fall an der Patientenverfügung orientieren. Im Weiteren habe die Phase vor dem Koma gewisse Risiken für die Gesundheit zur Folge, argumentieren die Behörden ihre plötzliche Kehrtwendung. Bei einer Zwangsernährung wird laut Antoine Roggo, Privatdozent und Leiter der Abteilung Medizinalrecht an der Universität Bern, der betroffenen Person die Nahrung in flüssiger Form über eine Magensonde verabreicht. Diese Sonde wird über die Nase und die Speiseröhre in den Magen geführt. Das Risiko bei einem solchen Eingriff ist gemäß Roggo eine Perforation der Speiseröhre. Ein solche Durchlöcherung könne zu einer Mediastinitis (Entzündung im Brustraum) und damit zum Tod führen.

Hintergrund für diesen Behördenentscheid ist eine beim Bundesgericht hängige Beschwerde von Rappaz. Die Richter in Lausanne müssen über einen vom Walliser Kantonsgericht abgelehnten Haftunterbruch entscheiden. Das Bundesgericht soll sein Urteil spätestens am 26. August 2010 fällen. Der Hausarrest gilt bis zu diesem Datum.

Respekt!

Die Walliser Regierungsrätin Esther Waeber-Kalbermatten hat in einer schwierigen Situation der Menschlichkeit den Vorrang gegeben, sie hat die Unversehrtheit von Leib und Leben und die Würde des Menschen höher bewertet als alle ordnungspolitischen Maßnahmen. Dafür verdient sie den Respekt der Bevölkerung. Auch den Ärzten der Kliniken in Genf und Bern gebührt Respekt. Sie haben sich strikt an die Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften gehalten und haben sich nicht von der Justiz oder den Vollzugsbehörden instrumentalisieren lassen. Sie haben damit das Vertrauen von Patienten in die Ärzteschaft gestärkt.

Kein Respekt …

Kein Respekt verdient der Walliser Nationalrat Oskar Freysinger von der Schweizer Volkspartei (SVP). In einem Interview mit Vincenzo Capodici, dass der Tagesanzeiger am 21. Juli 2010 unter dem Titel »Ein absoluter Skandal« abdruckte, rief er offen dazu auf, die ethischen Grundsätze der Ärzteswchaft über Bord zu werfen. Wörtlich sagte er: »Ich hätte Rappaz zwangsernähren lassen, sobald er in Ohnmacht gefallen wäre. Die Zwangsernährung hätte man wiederholt vornehmen müssen, wenn er bei wiedererlangtem Bewusstsein erneut in den Hungerstreik getreten wäre.« Offenbar scheinen für den SVP-Nationalrat die Richtlinien der Ärzteschaft bedeutungslos zu sein. Man kann nur froh sein, dass im Wallis derzeit kein SVP-Mann das Sagen im Departement für Sicherheit, Sozialwesen und Integration hat.

Quelle: www.hanfjournal.de

So läuft der Drogenhandel in Berlin


Die festgestellte Menge an Kokain in der Stadt ist drastisch gestiegen. Das weiße Pulver macht die organisierte Kriminalität reich - nicht jedoch die Bauern in Mittelamerika.

Marihuana und Heroin sind in Berlin am häufigsten, Kokain und Ecstasy seltener

Der Boss trug den Decknamen „Panzer“, sein Stellvertreter war in der Szene als „Kanone“ bekannt. Gemeinsam mit einem halben Dutzend Komplizen sollen der 58-jährige Berliner und der 44-jährige Brandenburger etwa eineinhalb Jahre lang einen schwunghaften Handel mit Kokain aus Südamerika betrieben haben. Nach den in monatelangen Ermittlungen zusammengetragenen Erkenntnissen von Zoll und Polizei hat die Bande durch eigens angeworbene Kuriere in präparierten Rollkoffern insgesamt 34 Kilogramm Kokain mit einem Handelswert von vier Millionen Euro nach Deutschland gebracht, bevor die Behörden Anfang dieses Jahres zuschlugen.

In Berlin soll die Ware dann mit Mehl oder Puderzucker gestreckt worden sein, bevor sie schließlich zu Endabnehmern in Großbritannien weitertransportiert wurde. Ein Mitglied der Bande wurde inzwischen zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, zwei weitere mutmaßliche Drogenschmuggler warten derzeit noch auf ihren Prozess.

Die deutsche Hauptstadt als Zwischenstation im weltweiten Drogenhandel – das ist eher eine Ausnahme. „Üblicherweise wird das, was an Drogen nach Berlin gebracht wird, auch hier an die Abhängigen verkauft“, sagt ein Fahnder des Landeskriminalamtes (LKA).

2352 Verfahren wegen Drogenhandels hat die Behörde im vergangenen Jahr eingeleitet. Die dabei sichergestellten Mengen machen deutlich, dass Heroin oder Marihuana eine gewichtige Rolle spielen, Kokainfunde hingegen eher selten sind. Die Beamten beschlagnahmten im vergangenen Jahr 140 Kilogramm Heroin und sogar 220 Kilogramm Marihuana. Die 10,4 Kilogramm sichergestelltes Kokain erscheinen dabei fast unbedeutend, auch wenn die aufgefundene Menge um 44 Prozent höher als im Jahr zuvor lag.

Die vergleichsweise geringe Menge sagt jedoch wenig über den tatsächlichen Umfang des Kokainhandels in Berlin aus. LKA-Ermittler und Zollfahnder gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Denn der Handel mit dem weißen Pulver blüht weitgehend im Verborgenen. Kokain gilt nach wie vor als Partydroge der Reichen. „Und die treiben sich nicht an U-Bahnhöfen oder in Parks herum“, sagt ein Zollfahnder. Die Dealerbanden tragen den Wünschen ihrer gehobenen Kundschaft in jeder Hinsicht Rechnung. So flog Ende 2009 in Charlottenburg eine Bande von libanesischen Kokainhändlern auf, die für ihre zahlungskräftige Kundschaft einen bequemen Bestell- und Lieferservice organisiert hatte.

„Die Lieferung erfolgt in der Regel frei Haus, konsumiert wird ebenfalls im privaten Umfeld, häufig auf Partys, in diese abgeschottete Szene einzudringen ist ausgesprochen schwer“, beschreibt ein Ermittler die Probleme bei der Bekämpfung gerade des Kokainhandels. Weitere Umschlagplätze sind diverse Bars und Restaurants in der Stadt, allesamt Lokale der gehobenen Kategorie.

Den Kokainhandel in Berlin beherrschen wie auch die anderen lukrativen Bereiche der organisierten Kriminalität etliche nahöstliche Großfamilien sowie Mafiagruppen aus Ost- und Süduropa. Auch Rockerbanden wie Hells Angels und Bandidos sollen nach Erkenntnissen der Behörden mitmischen. Die zumeist aus Süd- und Mittelamerika stammende Ware kommt auf dem See- oder Luftweg ins Land. Für den Transport auf dem Luftweg heuern die Dealer Kuriere an, die das Rauschgift gegen Honorar von einigen Tausend Euro schmuggeln.

Der Transport auf dem Seeweg erfolgt zumeist in Containern, deren Zielorte Überseehäfen wie Hamburg, Bremen oder Antwerpen sind. Von dort geht es dann auf dem Landweg weiter. Beliebt ist allerdings auch der Transport mittels gecharterter Hochseeyachten.

Erst vor zwei Wochen flog eine sechsköpfige Bande – allesamt Brandenburger – auf, die das Kokain mit einer Segelyacht nach Deutschland brachten. Bei der Durchsuchung des Schiffes im niedersächsischen Cuxhaven wurden 17 Kilogramm Kokain sichergestellt, bestimmt für die Schickeria-Szene in der Hauptstadt.

Quelle: www.morgenpost.de

Paris Hilton auf Korsika mit Cannabis erwischt

(AFP) – 17.07.2010

Ajaccio — US-Partygirl Paris Hilton ist nun auch in Frankreich durch Cannabis-Besitz aufgefallen: Die 29-jährige Hotelerbin wurde nach Polizeiangaben auf einem Flughafen der Insel Korsika mit weniger als einem Gramm Cannabis erwischt. Hilton sei im Privatjet aus Paris gekommen und hätte bei der Einreise am südkorsischen Flughafen Figari ihre Handtasche vorzeigen müssen. Darin seien die Drogen gefunden worden.

Das Starlet sei kurz von der Polizei verhört und dann entlassen worden, teilte die Polizei mit. Wegen der geringen Menge Cannabis sei kein Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet worden. Nach Informationen der Zeitung "Corse Matin" reiste Hilton weiter in die korsische Küstenstadt Bonifacio, um von dort zu einem Jacht-Urlaub in Richtung Sardinien aufzubrechen.

Das Partygirl war erst kürzlich während der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika mit einer Haschisch-Zigarette vor einem Fußballstadion erwischt worden. Gemeinsam mit einer Freundin war sie festgenommen und angeklagt worden. Vor Gericht hatte aber die Freundin die Verantwortung für den Drogenbesitz übernommen und eine Geldstrafe von rund 100 Euro bezahlt.

Quelle: hier

Samstag, 24. Juli 2010

Kein Gras mehr in Holland


In den niederländischen Coffeeshops wird es wohl bald kein Cannabis für

ausländische Touristen mehr geben. Der Bürgermeister der Grenzstadt Maastricht hatte schon vor fünf Jahren wegen des ausufernden Drogentourismus die Abgabe von Cannabis an Ausländer

verboten. Dagegen hatte ein Coffeeshop-

Besitzer geklagt: Das widerspreche dem Diskriminierungsverbot in der EU, weil Einheimische weiterhin geringe Mengen des Rauschmittels erwerben dürfen. Nun erhielt aber der Bürgermeister Rücken-

deckung vom Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs. In einem Gutachten befand dieser, dass Cannabis, dessen Vertrieb in allen Ländern der EU verboten ist, nicht unter die Verkehrsfreiheiten falle. Außerdem stelle der Cannabis-Tourismus mit täglich mehreren

tausend Belgiern, Deutschen und Franzosen eine schwerwiegende Gefährdung der öffentlichen Ordnung dar. Normalerweise hält sich der EuGH an die Empfehlungen des Generalanwalts. haag

Quelle: www.sueddeutsche.de

US-Börse: Koksgeld gewaschen- na und?


Wells Fargo Tochter wäscht Drogengeld und kommt billig davon

Würde einem ihrer Bürger oder gar einem Nicht-US-Bürger die Wäsche von 380 Millionen (!)US$ Drogengelder nachgewiesen, so wäre sein Leben in Freiheit wohl beendet und das Geld wäre futsch, in Staatsverwahrung sozusagen.
Banker oder Börsenspekulanten hingegen dürfen das und müssen lediglich mit einer Geldstrafe rechnen, die nicht einmal 50 Prozent des Gewinns aus den Drogengeschäften ausmacht.
So wurde der Wells Fargo Tochter Wachovia jüngst die Wäsche von 380 Millionen US$ von Mexikanischen Drogenkartellen nachgewiesen, die Strafe dafür betrug lediglich 160 Mio. US$. Außerdem musste das Börsenunternehmen versprechen, nie wieder so zu handeln.
In Mexiko starben seit 2006 über 22.000 Menschen im "Krieg gegen die Drogen", die Verantwortlichen hierfür wären ohne das Instrument der Geldwäsche nicht handlungsfähig.

Quelle: Alternet.org

Rot/Grün in NRW will weniger Kiffer verfolgen

Meldung des DHV vom 13.07.2010:
SPD und Grüne in Nordrhein-Westfalen wollen die von der schwarz-gelben Vorgänger-Regierung durchgesetzte Verschärfung der Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten rückgängig machen.

Im Koalitionsvertrag, der am vergangenen Wochenende besiegelt wurde, heißt es konkret:

" Um die Justiz zu entlasten und Gelegenheitskonsumentinnen und -konsumenten zu entkriminalisieren, werden wir die Eigenbedarfsgrenzen wieder auf den Stand 2007 anheben."



CDU und FDP hatten 2007 die genannte Verordnung verschärft und die "geringe Menge", bis zu der die Staatsanwaltschaft in der Regel Verfahren gegen Cannabiskonsumenten einstellen soll, von 10 auf 6 Gramm Haschisch und Marihuana herabgesetzt. Die Folge war, dass die Zahl der Verfahren in 2008 um 24,8 Prozent stieg. Auch einige andere Bundesländer haben die "geringe Menge" in den letzten Jahren auf 6 Gramm herabgesetzt, darunter das Saarland, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Hamburg. In NRW fiel die Änderung aber besonders hart aus. Verfahren gegen Jugendliche sollten z.B. gar nicht mehr ohne Auflagen eingestellt werden. Eine derart harte Regelung kam einer Kriegserklärung an große Teile der Bevölkerung gleich. In NRW konsumieren etwa 850.000 Menschen zumindest gelegentlich Cannabis.

Hanffreunde können diesen Beschluss der rot-grünen Koalitionäre in NRW aber nicht gerade als besonderen Erfolg feiern. Schließlich geht dieser Beschluss kein bisschen über das bisherige Vorgehen der früheren rot-grünen Koalition hinaus. Es wird weiterhin tausende Strafverfahren gegen einfache Cannabiskonsumenten geben. Da viele von ihnen aus verschiedenen Gründen mehr als 10 Gramm Vorrat zu Hause haben, werden auch weiterhin normale Menschen verurteilt werden, die lieber Hanf rauchen als Bier oder Schnaps zu trinken. Als rot-grüne Evolution in der Drogenpolitik kann man es jedenfalls nicht bezeichnen, wenn es einfach nur weitergeht wie gehabt.

Andererseits sollte auch nicht verschwiegen werden, dass mit diesem Beschluss zum ersten mal seit 6 Jahren ein Landesparlament eine liberalere Cannabisregelung beschließt. 2004 hatte Berlin die "geringe Menge" angehoben. Seitdem gab es ein Reihe von Beschlüssen in Landesparlamenten, die alle auf mehr Repression gegen Cannabiskonsumenten hinausliefen. Insofern könnte die kommende Verordnung in NRW auch eine Trendwende bedeuten - hin zu einer allgemein liberaleren Cannabispolitik.

Ob dieser Beschluss nur ein rot-grüner Reflex auf die verhasste Rüttgers-Regierung ist oder tatsächlich eine andere Geisteshaltung dahinter steckt, werden SPD und Grüne wohl noch deutlich machen. Immerhin ging die irrationale Jagd auf Cannabiskonsumenten unter Rüttgers weit über die bloße "Geringe-Menge-Verordnung" hinaus. So gab es z.B. im Grenzgebiet zu Holland immer wieder Strafanzeigen gegen Deutsche, die zu Fuß und noch etwas bekifft vom Besuch in einem Coffee-Shop nach Hause kamen, obwohl sie gar kein Cannabis dabei hatten und obwohl der Konsum von Cannabis selbst auch in Deutschland nicht verboten ist. Die Polizei kam mit dem Argument, man müsse dann ja wohl vorher Cannabis besessen haben. Solche Geschichten dokumentieren eine noch nie dagewesene Aggressivität der Polizei in NRW gegen einfache Hanffreunde. Unvergessen bleibt auch, dass die Landesregierung eingeschritten ist, als der Münsteraner Polizeipräsident Wimber eine Diskussion über den Sinn der Kifferverfolgung angestoßen hat. Cannabiskonsumenten können wohl erwarten, dass eine derart wahnhafte Einstellung zum Thema Cannabis nun ein Ende hat.


Quelle: Rot/Grün in NRW will weniger Kiffer verfolgen

Montag, 12. Juli 2010

Deutschland und andere Heiligtümer



Grillionen WM-Fans können nicht irren: die Modefarbe des Sommers ist schwarz-rot-geil, als hätte sich ein CDU-Mann aufgeschlitzt und eingepisst. Doch dürfen wir diesen Nationalstolz alleine den Rechtsextremen überlassen? Nein.
Tausende, ach was, hunderte Gründe gibt es, die einen stolz auf Deutschland sein lassen. Was wir nicht schon alles geleistet haben. Also vor allem wir jetzt! Aber auch ihr habt sicher schon mal was Sinnvolles gemacht: Deutschland hat die saubersten Bongs, die fettesten Joints und das gestreckteste Heroin. Ist doch großartig. Aber nicht nur drogenpolitisch sind wir eine Wucht. Kein anderes Land der Erde hat es geschafft, Millionen von Menschen zu vernichten, um sich anschließend für ein kleines Holocaustdenkmal weltweit feiern zu lassen. Kein Land der Welt kann auf solch wegweisende Erfindungen zurückgreifen wie wir Deutschen: die Autobahn ist der deutsche Exportschlager, neben Minen, die wie Spielzeug aussehen, und Splitterbomben. Das Wort Blitzkrieg ist weltweit genauso bekannt wie Kindergarten und kennt ihr ein Land mit saubereren Straßen als Deutschland? Also wir nicht und wir waren echt schon fast überall und wir können euch versichern, es war kein Spaß dies alles kennen zu lernen: Unpünktlichkeit, Korruption und Siesta bestimmen woanders die Tagesordnung. Wir dagegen sind fleißig, jeden Tag, es sei denn, wir haben mal wieder Urlaub oder es ist irgendwas von der Kirche. Gut, wir haben die meisten freien Tage der Welt, aber dafür arbeiten wir auch doppelt so schnell, doppelt so präzise und doppelt so intensiv. Eine deutsche Arbeitsstunde entspricht somit acht ausländischen. Das sieht man ja auch an unserer Regierung! So eine handlungsfähige Regierung mit einem solch erfolgreichen Außenminister hat kein anderes Land.
Deutschland ist einfach toll. Wo sonst wird der Ruf des Muezzin so euphorisch begrüßt, wo sonst gab es in den 20er Jahren schönere Haarschnitte oder Bärte und wo sonst hat sich die Regierung so um die Interessen seiner Bürger gekümmert: Sei es die Stasi oder die Vorratsdatenspeicherung, Deutschland war immer vorne mit dabei.
Wir sind zu recht stolze Deutsche, die das gerne zeigen wollen! Doch wie? Fahnen, Hüte und Vuvuzelas sind out, der echte Fan zeigt seine Liebe zu Deutschland anders, echter, origineller. Zum Beispiel indem er Ausländer verprügelt, Wetten auf den Absturz ausländischer Aktien eingeht, aus dem Euro austritt und vor allem - vieeeeel deutsches Bier trinkt. Ähnlich patriotisch kommt es, nur noch deutsche Bananen zu essen und das Wort Österreich konsequent durch Deutschland zu ersetzen. Besonders Eifrige stürzen sich in unilaterale Grenzverhandlungen mit Polen. Als guter Deutscher kommuniziert, trinkt und fickt man natürlich auch nur mit anderen guten Deutschen. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem ersten diesbezüglichen Kontakt das Stammbuch zeigen zu lassen und bei nichtreiner Abstammung vor dem Beischlaf alle Familienfotos des Gegenübers mit kurzen arischen Bärtchen zu verschönern. Aber eigentlich sind schlechte Deutsche und überhaupt undeutsche ganz einfach über ihren Musikgeschmack zu erkennen: Wer nicht stramm mitmarschiert, wenn die Blaskapelle spielt oder gar beim Abspielen der Nationalhymne nicht einmal seine Lippen bewegt, gehört abgeschlachtet. Gleiches gilt für fremdsprachige Sänger oder solche, die sich nicht klar artikulieren können. Manchmal reicht es auch, die Boxen einzutreten. Natürlich hat die Kunst im neuen überarbeiteten Deutschland 2.0 auch einen Platz. So ist es mehr als gern gesehen, wenn gute Deutsche auf Antifademos die schwarz-roten Flaggen durch einen zusätzlichen gelben Sprühdosenstreifen deutlich aufwerten. Oder wenn sie sich für die Serie „Die Auswanderer“ anmelden und anschließend wieder nach Deutschland zurückkehren und von den schlimmen Zuständen berichten. Natürlich können auch Extegrationskurse für Ausländer angeboten oder die deutsch-palästinensische Freundschaft militärisch unterstrichen werden. Hauptsache man pflegt seine Traditionen (Ausländerhetzjagd, familiärer Fahnenappel, mieses Trinkgeld geben) und wählt immer die Partei mit der größten deutschen Flagge auf den Plakaten.
Und wer wird unser neuer Führer? Na klar, die Gott-Kanzlerin Merkel, die kann ja so gut führen. Politische Quertreiber zu entfernen hat sie schon sehr gut drauf und verkniffen gucken auch. Außerdem seien wir doch mal ehrlich: Deutschland hatte noch nie einen gutaussehenden Führer, oder war Kohl hübsch? Also Angie, lass deinen Damenbart endlich stehen und leg dir ne ordentliche Frisur zu. Ach und ja, deine Reden müssten noch etwas zackiger werden, so von wegen: Wollt ihr die totale Pauschale?

Ausserdem sind wir Papst.

Quelle: www.hanfjournal.de

Dienstag, 29. Juni 2010

Verkauft Zürich bald Gras und Hasch?

Die Stadt Zürich will künftig Cannabis anbieten – kontrolliert und unter wissenschaftlicher Begleitung. Der Gemeinderat überweiste ein Postulat der Grünen und muss darüber beraten. Die Entwicklung geht weiter: Auch Bern und Basel fordern eine Regulierung der Abgabe.

Ex-Staatsanwalt und FDP Ständerat Dick Marty fordernt dazu die komplette Legalisierung:

Als Staatsanwalt jagte er Drogenhändler und Geldwäscher. Heute sagt FDP-Ständerat Dick Marty: « Der Kampf gegen die Drogenkriminalität und das organisierte Verbrechen ist die totale Pleite ». Grosse Fische gingen den Fandern fast keine ins Netz sagt Marty. «Und die Drogenmilliarden fliessen in die legale Wirtschaft, in Fussballklubs und Luxushotels und Pizzerias .»

Doch mit dem Drogengeld breite sich auch eine mafiöse Kultur aus. «Wir hatten noch nie so viel Korruption wie heute», warnt der Tessiner. Marty will darum einen Paradigmawechsel in der Drogenpolitik. Ein fixfertiges Konzept hat er aber nicht. «Vorläufig ist das nur eine Idee.» Die Schweiz müsse aufhören, den Kampf für eine drogenfreie Gesellschaft zu führen. «Eine drogenfreie Gesellschaft hat es in der Gesschichte der Menschheit noch nie gegeben. Wir müssen lernen, mit den Drogen umzugehen.» Die Schweiz habe Regeln für den Umgang mit Tabak und Alkohol geschaffen. «Wir sollten solche Regeln auch für Cannabis, Kokain und Heroin aufstellen», sagt Marty. Das Alkoholverbot in den USA in den 1930er-Jahren habe das organisierte Verbrechen hervorgebracht.

Den Drogenbaronen den Boden unter den Füssen wegziehen, das ist das Ziel von Dick Marty.

Wir finden das Prima – da sollte sich die Drogenbeauftragte hierzulande eine Scheibe abschneiden. Aber so wie die Antworten auf Abgeordnetenwatch ausfallen, hat sie kein gutes Wort für die Drogenpolitik anderer Staaten übrig.

via Tagesanzeiger: Verkauft die Stadt bald Gras und Hasch

Steffen Geyer auf dem Hedonistischen Weltkongress (dramatisierte Darstellung)

Vom 10.-13. Juni fand im beschaulichen Kaulitz der erste Weltkongress der Hedonistischen Internationale statt. Ziel dieser (Un)Konferenz war es, hedonistische Einzelkämpfer und Gruppen zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven des Protests zu eröffnen.

Im Rahmen des Weltkongresses fanden zahlreiche Vorträge und Workshops über Protest, Party und Action statt. Auch ich durfte mich beteiligen.

Ich entschied mich für einen Vortrag mit dem Thema: "Keine Befreiung ohne Berauschung - Hedonistische Drogenpolitik für Revolutionäre"

Ausgehend von ein paar grundlegenden Begriffsdefinitionen, hatte ich mir das Ziel gesetzt, mit meinem Vortrag eine Diskussion über hedonistische Alternativen zum "Krieg gegen Drogen" anzustoßen.

Um ausreichend Reibungsfläche zu bieten, formulierte meine Ideen in Anlehnung an die wohl einflussreichste Gesetzessammlung unseres Kulturkreises in Form von zehn "Geboten". Anders als das jüdisch-christliche Vorbild sind meine Gebote jedoch auch offiziell menschlichen Ursprungs und fordern nicht blinden Gehorsam, sondern Kritik und gemeinschaftliche Überarbeitung.


I. Alle Berauschten sind ungleich

Es heißt, man könne nicht zweimal im selben Fluss baden. Gleiches gilt auch für die Welt von Rausch und Ekstase. Die Kombination aus Drug, Set und Setting ist immer subjektiv und nicht reproduzierbar.

Wer Drogenpolitik menschenfreundlich gestalten will, darf daher nicht über die Ekstasebedürfnisse anderer urteilen.

II. Du sollst den Rausch ehren

Rausch und Ekstase sind Wörter für einen substanz- bzw. verhaltensverursachten Zustand veränderter Wahrnehmung und Befindlichkeit. Sie "leben" von ihrer Besonderheit, von der Verschiedenheit vom Alltag.

Hedonistische Drogenpolitik muss dem Rechnung tragen und darauf abzielen, dass Rauschzustände ihren Ereigniswert nicht durch allzu sorglose Integration in den normalen Tagesablauf verlieren. Wer will schon jeden Tag Kaviar essen?

III. Du sollst niemandem zum Rausch zwingen

Niemandem dürfen gegen seinen/ihren Willen berauschende Substanzen zugeführt werden. Ein Eingriff in die Körperchemie kann ebenso gravierende Folgen haben, wie äußere Verletzungen der körperlichen Selbstbestimmung.

Hedonisten achten die Rechte des Gegenüber und schützen einander vor unbewusster Berauschung. Sie sind sich der Dynamik gemeinschaftlichen Konsums bewusst und akzeptieren ein "Nein".

IV. Du sollst die Rauschzustände anderer nicht missbrauchen

Die Wahrnehmungsveränderung durch den Konsum von Drogen führt mitunter zu einer Veränderung der Urteilsfähigkeit. Einige Konsumenten suchen den Kontrollverlust nach hohen Dosen bestimmter Substanzen sogar. Niemand hat das Recht solche "schwachen Momente" zum Schaden des Berauschten auszunutzen.

Die Bandbreite der "Verletzungen der Würde des Berauschten" ist erstaunlich breit. Sie beginnt mit dem ungefragten Veröffentlichung vermeintlich lustiger Fotos betrunkener Freunde und reicht bis zu Vergewaltigungen und gewalttätigen Übergriffen auf hilflose Personen (Alkohol, GHB).

Hedonisten lehnen den Missbrauch berauschter Personen ab, achten aufeinander und Helfen den Opfern substanzistischer und sexueller Gewalt.

V. Du sollst nicht Rauschen, wenn dies andere gefährdet

Nicht jeder Zeitpunkt und Ort ist geeignet ihm berauscht zu begegnen. Im Gegenteil ist es für ein harmonisches Miteinander unerlässlich, zu wissen, wann und wo man nüchtern sein sollte.

Während der Schwangerschaft, im Straßenverkehr, beim Umgang mit Waffen und gefährlichen Maschinen ist Nüchternheit ebenso selbstverständlich wie wichtig. Auch dem Berufsleben und der Schule sollte man in aller Regel unberauscht ins Auge blicken.

Hedonistische Drogenpolitik folgt dem Konzept "Punktnüchternheit verhindert Drittschädigung". Sie klärt über ungeeignete Konsumanlässe auf und achtet die Schutzbedürfnisse Dritter.

VI. Du sollst niemandem daran hindern, sich zu berauschen

Zwangsweise "rauschbefreite" Räume (z.B. rauchfreie Bahnhöfe), die über den Rahmen notwendiger Punktnüchternheit hinaus gehen, sind nicht geeignet die Risiken des Konsums von Drogen zu verringern. Sie schränken die Freiheit der Rauschwilligen unzulässig ein.

Die Erfahrung lehrt, dass sich Maßnahmen zur Überwachung von Berauschungsverbotszonen vielfach gegen die nüchterne Mehrheit richten. Um sie von den "bösen" Konsumenten zu unterscheiden, werden die bürgerlichen Freiheiten aller Menschen beschnitten.

Hedonisten regeln das menschliche Miteinander nicht durch Verbote, sondern durch Kommunikation. Rauschfreie Räume akzeptieren sie nur dann, wenn sie das Miteinander fördern.

VII. Du sollst nichts nehmen, dass du nicht kennst

Das Wissen um Wirkung, Nebenwirkung und Wechselwirkungen berauschender Substanzen (Stoffkunde), ihre richtige Dosierung und Applikation (Safer Use) sowie Maßnahmen bei Überdosierung und unerwünschten Effekten (Drogennothilfe) sind Grundvoraussetzung für selbstbestimmten und selbstbewussten Umgang mit Drogen. Ehrliche Präventionsarbeit muss auch erwünschte Wirkungen und Wirkmechanismen beinhalten.

Die Aufklärung über Drogen sollte analog zur Sexualaufklärung bereits im Kindesalter beginnen. Oder würdest Du mit dem Gespräch über "Blumen und Bienen" warten, bis dein Kind den ersten Porno auf dem Handy hat?

Hedonistische Drogenpolitik ist primär Aufklärungsarbeit. Ihr Ziel ist jedoch nicht das Nüchternheitsdogma der Prohibitionisten sondern der mündige Konsument.

VIII. Du sollst keine Drogen verbieten

"Guns don´t kill people, people do" - So umstritten der Werbespruch der US-amerikanischen Waffenlobby ist, so richtig ist er im Bereich Drogenpolitik. Nicht die Substanz entscheidet über Wohl und Wehe des Konsumenten, es ist das Konsummuster, die Art mit dem Stoff umzugehen, die aus euphorisierendem Freizeitvergnügen, Abhängigkeit und Suchterkrankungen wachsen lässt.

Aus der Erkenntnis, dass es keine guten und bösen Drogen sondern nur mehr oder weniger riskante Konsummuster gibt, folgt der logische Schluss - Jede Unterteilung in legale (gesellschaftlich tolerierte) und illegalisierte (gesellschaftlich sanktionierte) Substanzen basiert auf persönlichen Moralvorstellungen und ist falsch.

Hedonisten lehnen eine Unterscheidung zwischen tolerierten und sanktionierten Drogen ab. Sie akzeptieren selbstbestimmten Drogenkonsum unabhängig von der Substanz und bieten Hilfe zur Verhinderung oder Überwindung risikoreicher Konsummuster.

IX. Du sollst keine Lügen über Drogen verbreiten


Die Verbreitung bewusster Falschinformationen über Drogen, Prohibitionspropaganda über die Folgen extremer Rauscherfahrungen und die Theorie von der durch "Einstiegsdrogen" vorgezeichneten Suchtkarriere haben dazu geführt, dass Präventionsbemühungen oft pauschal als unehrlich abqualifiziert wird.

Nötige Warnungen und Hinweise auf echte Gefahren durch den Konsum berauschender Substanzen werden dadurch insbesondere von jungen Menschen nicht ernst genommen.

Falsche Informationen über die vermeintliche "Sicherheit" des Konsums und "harmlose" Drogen, setzt Probierkonsumenten jedoch ebenso unnötigen Risiken aus. Beispielsweise ist Alkohol weit giftiger, als dies gemeinhin angenommen wird, was das Risiko tödlicher Vergiftungen erhöht.

Hedonistische Präventionsarbeit muss die realen Risiken des Umgangs mit psychoaktiven Substanzen widerspiegeln. Sie darf Drogen weder verteufeln, noch zu ihrer Nutzung verleiten.


X. Es gibt keine Befreiung ohne Berauschung

Drogenpolitik ist mehr als die gesellschaftliche Diskussion über akzeptiertes und sanktioniertes Rauschverhalten und die verwendeten Substanzen. Sie ist Beispielhaft für die Frage, ob eine Gesellschaft Freiheiten eingrenzt (legale Möglichkeiten definiert) oder sich bemüht Schäden zu minimieren ohne Entfaltungsmöglichkeiten unnötig zu beschneiden.

Hedonistische Drogenpolitik kämpft für die Ekstasebefreiung, weil die Freiheit über den eigenen Körper - die Freiheit sich (ohne Beeinträchtigung Dritter) zu berauschen - Grundlage der Freiheit der Gesellschaft ist. Das Miteinander ist stets nur so frei wie der Einzelne.

Freiheit ist die Freiheit des anderen Konsumenten!

Verfasser: Steffen Geyer (UsualRedAnt)


Quelle: www.usualredant.de

USA: NAACP für die Legalisierung in Kalifornien

Das LaTimes Blog berichtet, dass die NAACP in Kalifornien für die Legalisierung von Cannabis ist. Die Prohibition von Cannabis erzeugt schwere Schäden bei Minderheiten, sagten Sprecher des kalifornischen Ablegers der NAACP am Montag, und werden die Initiative zur Bürgerwahl der Cannabislegalisierung im November unterstützen.

Der Krieg gegen die Drogen ist ein Fehlschlag und zielt vor allem unproportional häufig auf junge farbige Männer und Frauen, insbesondere Afro-Amerikanische Männer, sagte Alice Huffmann, Vorstand der Bundesversammlung der NAACP.

Die National Association for the Advancement of Colored People, auch NAACP genannt, ist eine der ältesten und einflussreichsten Bürgerrechtsorganisationen der USA. Sie ging aus dem 1905 gegründeten Niagara Movement hervor und wurde am 12. Februar 1909 ins Leben gerufen, um zugunsten der afro-amerikanischen Bevölkerung zu arbeiten.


Quelle: www.hanfplantage.de

Montag, 28. Juni 2010

Californien: Rauschgift im Millionenwert in Sattelschlepper entdeckt

Eine gute Nase hat der Polizei in Kalifornien bei einem ihrer schwersten Schläge gegen die Rauschgiftkriminalität geholfen. Eigentlich hatten die Polizisten einen Sattelschlepper «nur» wegen eines Verkehrsvergehens gestoppt, doch dann wurden sie auf den «überwältigenden Geruch» von Marihuana aufmerksam.

Washington. – Auf der Ladefläche entdeckten die Beamten des Bernardino County, auf Paletten fein säuberlich verpackt, knapp 19 Tonnen Marihuana, mehrere hundert Kilo Kokain sowie Metamphetamine mit einem Strassenverkaufswert von knapp 45 Millionen Dollar, wie der Sender CNN berichtete. Der 32-jährige Fahrer des Sattelschleppers wurde festgenommen. (sda)

Quelle: www.suedostschweiz.ch

Kalifornien verdient prächtig an Cannabis


Kaliforniens wichtigste Nutzpflanze ist nicht Wein oder Weizen - sondern Cannabis. Das Geschäft mit dem grünen Gold ist milliardenschwer, und demnächst könnte es sogar komplett legalisiert werden. von Helene Laube, San Francisco

Der größte Marihuanaschmuggler in der Geschichte der Westküste trägt Polohemd. Gern in Cannabisgrün, mit ausgebeulten Jeans und Komfortschuhen dazu. Bruce Perlowin ist kein Scarface-Typ - eher ein Althippie, mit einem Gesicht wie ein ungemachtes Bett. Als "King of Pot" befehligte er in den 70er- und 80er-Jahren fast 100 Schiffe, mit denen er Cannabis im Wert von 1 Mrd. $ unter der Golden Gate Bridge hindurch in die Bucht von San Francisco schleuste. Mit 25 war er Multimillionär, mit 32 wurde er verhaftet und zu neun Jahren Knast verurteilt.
"Der Chef der zuständigen Drogen-Taskforce sagte damals, ich hätte meine Schmuggelorganisation wie ein Fortune-500-Unternehmen betrieben", erzählt Perlowin stolz und faltet sich in den Lotussitz. Heute steigt der bald 60-Jährige wieder groß ins Cannabisgeschäft ein - ganz legal als Unternehmer. Munter schwurbelt er über seine Medical Marijuana Inc., die außer Marihuana selbst so ziemlich alles anbieten soll, was mit der Droge zu tun hat: von Steuersoftware für Cannabisapotheken über den Verkauf von Lizenzen für Cannabismessen bis hin zu Cannabisgehöften mit freier Logis für Kriegsveteranen. "Wir könnten nächstes Jahr 1 Mrd. $ Umsatz machen", glaubt er.

Perlowin ist einer von zahllosen Geschäftsleuten an der Westküste, die auf die Marihuanaindustrie setzen. In Kalifornien ist Cannabis inzwischen die meistangebaute Nutzpflanze für den menschlichen Konsum - und ein Riesengeschäft. Mit einem Produktionswert von 36 Mrd. $ hat das grüne Gold landesweit Nutzpflanzen wie Mais (23 Mrd. $) und Soja (18 Mrd. $) überholt. Maßgeblich verantwortlich dafür ist ein kalifornisches Gesetz aus dem Jahr 1996, das Anbau, Verkauf und Konsum von Marihuana für medizinische Zwecke gestattet.
Und demnächst könnte der Boom noch weiter befeuert werden: Im November stimmen Kaliforniens Wähler ab, ob Marihuana komplett legalisiert werden soll. Jeder Erwachsene dürfte dann Cannabis auf einer begrenzten Fläche anpflanzen, knapp 30 Gramm der Droge besitzen und konsumieren. Zugelassene Händler dürften dieselbe Menge pro Person verkaufen und müssten Mehrwertsteuer bezahlen. Mit der Legalisierung bekäme der Bundesstaat die tolerantesten Marihuanagesetze der Welt - nicht mal in den Niederlanden ist Cannabisanbau offiziell erlaubt.
Schon heute allerdings gedeiht die Hanfbranche prächtig. Es herrscht ein regelrechter Wildwuchs an Zuchtbetrieben, Marihuanaapotheken und Unternehmen, die mit Anbauzubehör handeln. Das liegt daran, dass nur ein Bruchteil des medizinischen Marihuanas tatsächlich an schmerzgeplagte Patienten geht. Der ganze Rest wandert in eine Art halboffiziellen Schwarzmarkt: Jeder Kalifornier über 18 kann mit ärztlicher Empfehlung einen Ausweis bekommen, mit dem er Cannabis in kleinen Mengen anbauen oder in einschlägigen Apotheken kaufen darf. 203.000 Empfehlungen für medizinisches Marihuana stellten Kaliforniens Ärzte allein im vergangenen Jahr aus. Zahlungswillige kriegen so einen Wisch auch bei Bauchkrämpfen oder Migräne.
Kultiviert werden die feinsten und potentesten Cannabissorten im Emerald Triangle, einer Gegend 300 Kilometer nördlich von San Francisco. Hier, in den Landkreisen Mendocino, Humboldt und Trinity, befinden sich die größten Anbaugebiete der USA. Besucher werden in den grünen Hügeln und Redwood-Wäldern der Gegend allerdings kaum auf Hanffelder stoßen. Dafür muss man meist meilenweit abgeschiedene Hänge hochfahren oder tief in die Wälder vordringen, wo Zäune und Tore vor unerwünschten Gästen schützen.

Quelle: www.ftd.de

BKA warnt vor Pestiziden im Gras

Das wäre wohl zuviel verlangt......

Das Hauptproblem, Streckmittel, wird nach wie vor vernachlässigt. Dafür weist das BKA jetzt auf ein Problem hin, das bisher höchstens Szene-Kennern, regelmäßigen Konsumenten oder niederländischen Coffeeshopbetreibern bekannt war: Der unkontrollierte Pestizid-Einsatz durch niederländische Grower. Seltsam, dass das BKA eine Gefahr hervorhebt, die im Vergleich zu Blei und Brix nicht direkt lebensbedrohlich ist und selbst bei Gemüseimporten selten interessiert, obwohl die gesundheitlichen Langzeitschäden bekannt sind.
Auch dieses Problem ist eine direkte Auswirkung der Illegalisierung, niederländische Gemüsebauern halten sich mittlerweile penibel an die Pestizid-Grenzwerte und unterschreiten diese, im Gegensatz zu spanischen, griechischen oder bulgarischen Gemüsezüchtern, regelmäßig. Mittlerweile hat sich selbst im konventionellen Gemüseanbau der Einsatz von Nützlingen fast flächendeckend in niederländischen Gewächshäusern durchgesetzt.

Quelle: www.hanfjournal.de

Samstag, 19. Juni 2010


Zwei Meter hohe Hanfpflanzen auf Balkon

26 Hanfpflanzen hat ein 49 Jahre alter Mann auf seinem Balkon im sonnigen Waldshuter Musikerviertel gezogen. Die Polizei beschlagnahmte die Pflanzen.

Auch Hanfsamen, Minigriptütchen, eine Feinwaage und etwa zwölf Gramm Marihuanagemisch wurden bei der Wohnungsdurchsuchung gefunden. Die Hanfpflanzen hatten auf dem Balkon bereits eine Größe von bis zu zwei Metern erreicht. Der Beschuldigte, der nach eigenen Angaben das Marihuana verkaufen wollte, wird sich nun nach einer anderen Einkommensquelle umsehen müssen. Seine sorgsam gepflegten Pflanzen werden nach der Bestimmung des Wirkstoffgehalts vernichtet, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Quelle: www.suedkurier.de


Freitag, 18. Juni 2010

NL: Auftritsverbot für Snoop Dogg

Von wegen liberal- Zensur in den Niederlanden

Snoop Dogg ist anerkannter Cannabis-Patient und setzt sich regelmäßig für die Belange von Hanfaktivisten und Patienten ein, so geschehen bei seinem Auftritt im Amsterdamer "Melkweg". Dieses Engagement war der Grund für die Den Haager Staatsanwaltschaft, die Polizei und den den Bürgermeister der niederländischen Gemeinde, Jozias van Aartsen, Snoop Dog Auftrittsverbot zu erteilen. Offiziell hieß es, Snoop dürfe nicht auftreten, damit der "offene und freundliche Charakter des Events" garantiert werde. Könnte man auch als offene und freundliche Zensur betrachten.


Snoop Dogg im Melkweg:

hier zum Video

Quelle: www.hanfjournal.de